Der Title-Tag-Fehler, der mich drei Kunden kostete
Juni 2024. Ich wollte clever sein. Statt langweiliger, keyword-fokussierter Title Tags schrieb ich "kreative" Überschriften, die angeblich mehr Klicks bringen würden. Das Ergebnis? Drei verlorene Kunden in acht Wochen.
Hier ist, was ich falsch gemacht habe: Ich schrieb Title Tags wie "Die ultimative Lösung wartet hier" statt "SEO-Beratung München – Agentur für lokale Rankings". Klingt dramatisch? War es auch.
Die konkreten Fehler:
- Haupt-Keywords fehlten komplett in 70% der Title Tags.
- Ich überschritt die 60-Zeichen-Grenze bei 15 von 20 Seiten.
- Vage Formulierungen wie "Entdecke mehr" statt spezifischer Leistungsbeschreibungen.
- Keine Standort-Keywords für lokale Unternehmen.
Die CTR in der Search Console fiel von durchschnittlich 3,2% auf 1,9%. Noch schlimmer: Die Rankings sanken, weil Google nicht verstand, worum es auf den Seiten ging. Ein Kunde verlor seine Position 3 für sein wichtigstes Keyword.
Das Gespräch mit Kunde Nummer drei war brutal. Er zeigte mir seine Konkurrenz-Analyse. Deren Title Tags? Glasklar, keyword-optimiert, unter 60 Zeichen. Meine? Künstlerischer Müll ohne Suchintention.
Was ich jetzt anders mache: Jeder Title Tag beginnt mit dem primären Keyword. Markenname kommt ans Ende. Ich halte mich strikt an 50-60 Zeichen. Und ich teste verschiedene Varianten mit Googles SERP-Snippet-Tool, bevor irgendetwas live geht.
Die Lektion? Title Tags sind kein Ort für Kreativität. Sie sind funktionale Meta-Daten. Langweilig schlägt clever, wenn es um Rankings geht. Immer.